Blüte von Cannabis und Ernte von Cannabis

Innen Anbau Video Teil 3 von 3:


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Die Blütephase von Cannabis

Hanf Blüte Woche 1

Hanf Blüte Woche 1

Die Hanfpflanze entwickelt automatisch bei einer Lichtperiode von 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit ihre Blüten. Da für diese Phase ein anderes Lichtspektrum benötigt wird, muss man beim Innenanbau eine Natriumdampflampe oder Vergleichbares verwenden.

 

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Cannabis Blüte Woche 2

 

 

 

Da während der Blütephase auch mehr Kalium und Phosphor benötigt wird, muss jetzt auch das Düngeschema umgestellt werden. Die Blütephase dauert zwischen 5 und 8 Wochen und endet mit der Ernte der Hanfpflanzen.

Weed Blüte Woche 3

Weed Blüte Woche 3

Bis zur 6. Woche

In der ersten Woche der Blüte ist kaum ein Unterschied zu erkennen. Aufgrund der aktiven Abluft und der größeren Wärmeentwicklung aufgrund der Lampe wird die Luftfeuchtigkeit sinken, bei Dunkelheit und ausgeschalteter Abluft jedoch schnell ansteigen. Dies kann insbesondere am Ende der Blütephase zu Problemen führen, dazu aber später mehr.

Marijuana Blüte Woche 4

Marijuana Blüte Woche 4

 

 

Ab der zweiten Woche sind die Blütenansätze sichtbar. Bei der weiblichen Cannabis-Pflanze sind dies kleine weiße Härchen, bei der männlichen kleine grüne Knubbel, aus denen sich Pollensäcke entwickeln. An dieser Stelle sei nochmals gesagt: Wir wollen nur die weiblichen Pflanzen! Spätestens jetzt sollte jedes Männchen vernichtet werden, möchte man nicht eine Samenzucht beginnen.

Cannabis Blüte Woche 5

Cannabis 5. Blütewoche

 

 

In den folgenden Wochen bilden sich die Blüten voll aus. Es sollte sehr darauf geachtet werden, dass alle Buds eine bestmögliche Lichtausbeute abbekommen. Die Pflanzen sollten zudem spätestens alle 2 Tage leicht gedreht werden, um die Stiele zusätzlich zu stärken.

Gras Blüte Woche 6

Gras Blüte Woche 6

6.-8. Woche: Erntevorbereitung

Nach 5-6 Wochen beginnen sich, die ersten weißen Härchen braun / bräunlich zu verfärben. Dies ist ein Zeichen für den beginnenden Reifeprozess der Blüten.

In diesem Zeitraum und bis zur Ernte sind die Buds sehr anfällig für Budfäule. Daher sollte die Luftfeuchtigkeit immer unter 40% gehalten werden. Hängende Buds können mit einem Stab / Stock abgestützt oder mit Pflanzenbinder am Hauptstiel festgebunden werden.

Hanf Blüte Woche 7

Hanf Blüte Woche 7

 

In der letzten Woche (bzw. die letzten 10 Tage) vor der geplanten Ernte bekommen die Pflanzen kein Düngemittel mehr und werden mit reichlich Gießwasser gespühlt. So kann die Pflanze die restlichen Nährstoffe verbrauchen und es verbleiben keine Rückstände in den Buds / in der Cannabispflanze.

 

Ernte nach 8. Blütewoche

Ernte nach 8. Blütewoche

Zwei Tage vor der Ernte kann man optional das Licht komplett auslassen. Die Pflanze regt aufgrund des fehlenden Lichts nochmal ihre Blüteproduktion / den Reifeprozess an, viele Grower berichten von positiven Erfahrungen diesbezüglich. Ebenfalls zwei Tage vor der Ernte sollte man die Pflanzen nicht mehr gießen.

Dies beschleunigt den Trocknungsprozess und führt zu keinen Qualitätseinbußen!

Die Ernte von Gras

Nahaufnahme der Blüten. Es fallen die kleinen weißen Harzkristalle (Trichome) auf, die sowohl auf Blättern und Stielen als auch auf den Blütenkelchen und Blütefäden sitzen. Wenn die Hälfte bis drei Viertel der Blütefäden abgestorben sind und braun werden ist der Erntezeitpunkt gekommen.
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Nahaufnahme der Blüten. Es fallen die kleinen weißen Harzkristalle (Trichome) auf, die sowohl auf Blättern und Stielen als auch auf den Blütenkelchen und Blütefäden sitzen. Wenn die Hälfte bis drei Viertel der Blütefäden abgestorben sind und braun werden ist der Erntezeitpunkt gekommen.

Der beste Zeitpunkt zum Ernten der Pflanzen liegt vor ihrem natürlichen Tod und damit vor dem höchstmöglichen Ertrag. Das THC zerfällt nämlich ab dem Zeitpunkt seiner Bildung in den Pflanzen. In den Blütenständen werden zwar bis zuletzt neue Fäden produziert, jedoch sterben auch in zunehmendem Maße Blütefäden ab. In diesen braunen Fäden setzt nun die Umwandlung von THC in CBN ein, einem Wirkstoff, dem man eine eher sedierende Wirkung zuschreibt. Als Faustregel gilt, dass man ernten sollte wenn die Hälfte bis drei Viertel der Blütefäden braun sind.

Fortgeschrittene Züchter verwenden Lupen mit 30facher Vergrößerung und beobachten die Färbung der Trichome auf den Blüten. Die Köpfchen der Trichome sind erst wasserklar, werden dann gegen Ende der Blüte milchig und verfärben sich schließlich braun. Der optimale Erntezeitpunkt soll in etwa dann sein, wenn sich die Hälfte der Trichomköpfchen milchig-braun verfärbt haben. Eine Abbildung des mikroskopischen Aufbaus eines Trichoms findet man hier. Die geernteten Blütenstände hängen von Blättern befreit an einem trockenen, dunklen und gut durchlüfteten Ort.

Zur erfolgreichen Ernte gibt es wie beim Keimen der Samen unterschiedliche Wege zum Erfolg. Grundsätzlich sollte das Cannabis bei Raumtemperatur trocknen. Auch nach dem Tod der Pflanze finden in den Zellen biologische Prozesse statt, schädliches und beim Rauchen kratziges Chlorophyll wird z.B. in kürzerkettige Kohlenhydrate fraktioniert. Deshalb würde ein schnelles Trocknen im Ofen Cannabis hervorbringen, das im Geschmack und der gesundheitlichen Verträglichkeit eher schlecht abschneiden würde.

Trocknen
Bei der Ernte wird je nach persönlicher Vorliebe das Blattmaterial entfernt. Mancher bevorzugt die gesamte Pflanze abzuschneiden und umgekehrt aufzuhängen, andere maniküren die Buds vollkommen von Blattmaterial frei und hängen die einzelnen Triebe auf. Wird das Blattmaterial komplett entfernt, dann trocknen die Blüten schneller.

Nach fünf bis zehn Tagen fassen sich die Stengel langsam trocken an und das Cannabis entwickelt einen intensiven Geruch. Man kann nun die einzelnen Blüten von den Trieben schneiden und leicht zusammengedrückt in eine Box mit luftdichtem Deckel geben. Das Cannabis lagert man je nach Durchhaltevermögen zwei bis vier Wochen an einem dunklen, trockenen Ort. Täglich oder alle zwei Tage lüftet man es für einige Stunden. Die letzte Feuchtigkeit im Innern der Blüten verteilt sich dadurch gleichmäßig im Cannabis.

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