Outdooranbau, der Einstieg

Anleitung für Hanfanbau im freien, Hanfanbau Outdooranleitung Samen_Swiss_Miss

Dies soll eine kure Zusammenfassung des notwendigen Wissens für Outdooranbau sein. Vorneweg, diese FAQ kann und soll nicht alle Fragen zu allen Techniken behandeln, sie soll lediglich ein wenig Basiswissen vermitteln. Jeder hat zum Beispiel seine eigene Art Samen zu keimen, Pflanzen vor zu ziehen oder zu düngen. Diese FAQ gibt nur einen Überblick.

Was brauche ich um Outdoors anzubauen?

Das Wichtigste ist das Saatgut, der Cannabissame. Hier solltest Du auf Qualität acht geben. Saatgut aus Vogelfutter oder aus dem Müsli ist vollkommen ungeeignet, da es höchstwahrscheinlich aus EU-Faserhanf hergestellt wurde und somit genetisch verändert und wirkungslos ist. Saatgut aus dem Gras gepult (Stichwort: Bagseed) kann geeignet sein, ist aber ein Risiko, da es sich um lang- oder spätblühende Sorten handeln kann. Gekauftes Saatgut ist nur geeignet wenn die Pflanzen früh fertig werden.

Hier ein kurzer Überblick mit ein paar Sorten :

 AfghanPower Plant, Top44, PPP, Early Bud, Holland’s Hope, Purple Power, Durban Poison, Swiss Miss, Hollands Hope

Aussaattermin in Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Deutschland) ist vom Mai. bis Mitte Juni. Je später der Aussaatermin, desto kleiner werden die Pflanzen, aber auch die Erträge können hierdurch geringer ausfallen. Es ermpfiehlt sich die Pflanzen unter Leuchtstoffröhren bei 18 Stunden Beleuchtung täglich vorzuziehen. Wenn man im eigenen Garten anbaut, kann man die Pflanzen auch in einem Frühbeet vorziehen.

Allgemein gilt beim Outdooranbau: Dein größter Feind sind Schnecken (Naktschnecken) und neugierige Nachbarn/Spaziergänger. Gegen die Schnecken hilft die Vorzucht (gr. Pflanzen können Schnecken nichts anhaben) und Schneckenkorn (Im Fachhandel erhältlich). Gegen die Nachbarn und Spaziergänger hilft eine gute Tarnung zum Beispiel durch Brennesseln oder versteckt gelegenem Growplatz.

Im Garten ist es manchmal auch hilfreich das genaue Gegenteil zu machen. Offensichtliche Hanfpflanze und wenn der Nachbar fragt, was das sei —> Fingeraralie. Ein ordentliches Auftreten ohne Reggaemusik und Kifferimage (Punk oder Rastas) dient hier der Glaubwürdigkeit.

Was brauche ich um in Freien Hanf anzubauen?

Wir benötigen zusätzlich einen Growplatz mit viel Licht, gutem Boden (möglichst keine Tannennadeln am Boden) und guter Möglichkeit unauffällig zu giessen.

Licht und Boden sind hierbei das Allerwichtigste. Evtl. kann man den Boden auch austauschen mit guter Blumenerde wie z.Bsp. Composana oder (noch besser) Erde aus dem Growshop. Zu guter Letzt brauchen wir noch Aussaaterde um die Samen vorzuziehen und Dünger.
Die Aussaaterde bekommt man in jedem Gartencenter. Der Dünger kann Outdoors vielfältig sein, aber auch hier gibt es verschiedenen Methoden.
Es hilft Kompost, Pferdeäpfel, Guano oder Tomatendünger zu nehmen, aber es gibt auch andere Mittel und Wege. Wichtig ist das Düngen Outdoors bei gutem Boden für einen Anfänger nicht.

hanfsame-keimenZur Cannabissamen Aussaat, Keimung der Samen

Sollte die Aussaat innen beginnen und grosse Pflanzen das Ziel sein, kann man auch schon im März mit der Aussaat beginnen. Wir legen die Samen für einige Stunden in ein Glas Wasser (12h reichen vollkommen). Danach setzen wir die Samen ca. 1cm tief in feuchte (nicht nass) Aussaaterde (einzeln, nicht alle auf enmal).

Am Anfang wenn noch keine Pflanze gekeimt ist, benötigen wir noch kein Licht, etwas Frischhaltefolie oder ein Zimmergewächshaus sind aber von Nutzen. Nach 3-12 Tagen sind die Samen gekeimt, sobald dies geschehen ist, brauchen wir die Beleuchtung von 18h Licht täglich (weniger könnte zu Zwitterbildung oder sofortiger Blüte mit weniger als 1g führen).

Ein Ventilator ist zu empfehlen, da dies die Stärke des Stammes massiv verstärkt, was gerade bei Pflanzen im Freien sehr wichtig ist (Stürme, Regen,…). Der Ventilator sollte mehrere Stunden täglich laufen, aber nicht zu stark auf die Pflanzen blasen. Wenn kein Ventilator vorhanden sein sollte, bzw. eine Anschaffung nicht möglich ist, dann hilft auch mehrmaliges schütteln der Pflanzen (mehrmals täglich).
Sollte beides nicht geschehen, werden die Pflanzen spargeln und umkippen und es wird sich kein kräftiger Stamm bilden können.

Die Töpfe in denen die Pflanzen stehen, sollten auf keinen Fall zu groß sein, die Erde sollte leicht gedüngt sein (1 Woche nach dem Keimen, vorsichtig mit der alten Erde in einen größeren Topf (mind. 1-1,5l Volumen) mit guter Blumenerde umtopfen, diese Erde ist dann meistens schon vorgedüngt).

Hanf Wann vorgezogen Hanf raussetzen?Vorzogen
Die Pflanzen immer feucht halten, aber niemals nass, d.h. immer nur dann giessen, wenn die Erde im Topf oberflächlich abgetrocknet ist (dies gilt nicht für frisch ausgesäte Pflanzen, sondern für bereits gekeimte Pflanzen).
Nach ca. 4-6 Wochen sind die Pflanzen soweit, daß man sie raussetzen kann. Je mehr vorgezogen wird, je kräftiger die Pflanzensind, desto höher sind ihre Überlebenschancen in freier Wildbahn.

Am Growplatz angekommen, entfernen wir vorsichtig die Töpfe ohne dabei viel Erde von den Wurzeln zu lösen. Wenn ihr alles mit der Vorzucht richtig gemacht habt, sollte sowieso fast nur noch Wurzel vorhanden sein. Nun wird die Wurzel am sorgfältig von Unkraut und Schnecken befreiten Growplatz eingebuddelt. Die Pflanzen werden mit Wasser ordentlich angegossen (etwas Wurzelstimulanz kann hier sehr hilfreich sein).
So, nun ist das Wichtigste geschafft. Solltet ihr düngen wollen, dann beachtet die Hinweise der Düngerhersteller au den Verpackungen.

Weibliche HanfblüteIm Spätsommer gehen die Pflanzen von selbst in Blüte, hier ist Obacht geboten, denn es heißt Männchen und Weiblchen voneinander zu trennen.
Die Männchen bilden kugelige Blüten aus, die im Verlauf nach unten kippen, sich wie ein Greifarm öffnen und Blütenstaub verteilen.
Es tut zwar weh, aber diese Pflanzen sind ungenießbar und sollten sie die weiblichen Pflanzen bestäuben, bedeutet dies zwar jede Menge Saatgut, aber auch eine nicht rauchbare Ernte mit geringem Ertrag.
Die weiblichen Blüten erkennt man anhand der weissen Fäden die aus den nach oben gerichteten “Knubbeln” herausragen.

Im Herbst sollten die weiblichen Pflanzen dann erntereif sein, der genaue Erntetermin schwankt massiv zwischen Sorten und örtlichen Lagen.
Die Pflanzen sind dann erntereif, wenn 2/3 aller weissen Fäden sich bräunlich, rötlich oder lila verfärbt haben. Nun werden die Blütenbuds abgeschnitten, die Blätter weitestmöglich entfernt und dann sorgfältig auf Zeitungspapier bei unbedingt notwendiger Belüftung gut getrocknet. Ernte und Trocknung des Hanfes.
Die Blüten sind dann trocken, wenn die Stiele deutlich hörbar beim Zerbrechen knacken.Nun werden die Blüten luft- und lichtdicht verpackt und kühl eingelagert.

 

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